Im folgendem Quartals-Barometer 1/2017 spricht Henning Wegner, Geschäftsführer Vertrieb/Geschäftsentwicklung der energy consult GmbH, über die Ausschreibung für Windenergie an Land. Das Quartals-Barometer informiert Sie vierteljährlich aktuell und exklusiv, was sich im Markt jüngst getan hat, und liefert Ihnen einen Ausblick, welche Veränderungen sich in den kommenden Monaten abzeichnen.

Die Ausschreibung für Windenergie an Land, darum hat sich in den letzten drei Monaten in der Windenergie-Branche alles gedreht. Noch wissen Windenergie-Unternehmen noch nicht genau, was das neue Ausschreibungsverfahren für sie bereithält und wie es ihre zukünftige Arbeit prägen wird. Ein wenig verhält es sich wie mit dem Blick in die Glaskugel: Manches ist gewiss, anderes bleibt im Nebel. energy consult ist von der Vergabe der Windenergie-Projekte direkt betroffen, denn die Ausschreibung für Windenergie an Land entscheidet über die Projekte, für die in den kommenden 20 Jahren die Betriebsführung übernommen werden kann. Deshalb hat energy consult die Projektierer, mit denen zusammengearbeitet wird, maßgeblich unterstützt.

Ausschreibung für Windenergie an Land – was ist das?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017 schreibt die Ausschreibung für Windenergie an Land vor: Die Vergütung der produzierten Kilowattstunden durch Windenergie wird nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch eben diese Ausschreibung für Windenergie an Land am Markt ermittelt. Insgesamt sollen in der ersten Ausschreibungsphase, die am 2. Mai endet, 800 Megawatt vergeben werden. Einige Fristen enden jedoch jeweils schon einige Wochen vor Ausschreibungsende.

Bisher wurde ein Volumen von 400 Megawatt zur Ausschreibung für Windenergie an Land zugelassen – jetzt ist es spannend, welches Volumen insgesamt ins Ausschreibungsverfahren geht. Die Vorgaben der Bundesnetzagentur (BNetzA) sind öffentlich bekannt. Daher veranstalten viele Unternehmen derzeit Seminare, damit Anträge zur Ausschreibung für Windenergie an Land nicht an Formfehlern scheitern.

energy consult entscheidender Partner für Projektierer bei der Ausschreibung für Windenergie an Land

energy consult hat für die Projektierer, mit denen zusammengearbeitet wird, hochgerechnet, mit welchen voraussichtlichen Betriebskosten sie in den gewünschten Betriebszeiträumen ihrer Windenergieprojekte planen müssen. Dadurch unterstützt energy consult eine solide, transparente Kalkulation, durch die der Zuschlag in der Ausschreibung für Windenergie an Land begünstigt wird. Je größer die Erfahrung und je umfangreicher die Datenbasis aus der Vergangenheit, desto genauer ist natürlich diese Hochrechnung. Hierbei profitieren unsere Partner von unserer über 25-jährigen Erfahrung als Betriebsführer von Windenergieanlagen.

Kein strategischer Vorteil für Großprojektierer

Um großen Projektierern keinen strategischen Vorteil zu bieten, ist im Vorfeld nicht bekannt, in welcher Region bereits wie viel Volumen zur Ausschreibung für Windenergie an Land zugelassen wird. Es kann daher vorkommen, dass das Antragsvolumen die regionalen Ausbaugrenzen für Windenergieanlagen übersteigt.

Ausblick: Quartal 2/2017 im Zeichen der Verfahrensanalyse

Alle Projektierer – und energy consult als Windparkmanager natürlich auch – werden jetzt mit Adleraugen beobachten, wie die Ausschreibung für Windenergie an Land vonstatten geht: Wie läuft das Verfahren ab und welche Ergebnisse bringt es? Welche Zuschläge werden zu welchen Preisen erteilt? Wie viele Megawatt werden tatsächlich umgesetzt? Für welche Regionen werden welche Volumina genehmigt? Anhand einer Verfahrensanalyse werden die Projektierer sich dann umso genauer auf die nächste Phase der Ausschreibung für Windenergie an Land vorbereiten.

Und sonst? Aktuelles aus der Windenergie

Einführung des Marktstammdatenregisters

Am 1. Juli löst das Marktstammdatenregister das Anlagenregister ab und erreicht damit eine Steigerung der Datenqualität und eine Vereinfachung. Der Politik wird somit ermöglicht, das Vorankommen der Energiewende zu bewerten und mit Netzbetreibern die Zuwächse besser zu planen. Jedes Windenergieprojekt muss künftig beim Marktstammdatenregister angemeldet werden, da es sonst nicht zur Ausschreibung für Windenergie an Land zugelassen wird oder seine Zuschlagsentscheidung und damit die Einspeisevergütung verliert.

Technische Neuerungen bei Windenergieanlagen

Zurzeit beraten die Windenergie-Verbände wie BWE und Windmesse über Instandhaltungskonzepte, Lebensdauerverlängerung, neueste Technik und Big Data für Windenergieanlagen in diversen Konferenzen. Über die Ergebnisse informieren wir dann spätestens auf der Husum Wind vom 12. bis 15. September und natürlich im nächsten energy consult Quartals-Barometer Anfang Juli.