EEG Direktvermarktung mit energy consult Marktwertindex EE optimieren

Der Rekord steht noch: Am 8. Mai 2016 stammte 87,6 Prozent des Stroms im deutschen Leitungsnetz von erneuerbaren Energiequellen, lediglich magere 12,3 Prozent steuerten fossile Energieträger noch bei. Diese Rekordmarke von 87,6 Prozent wäre fast am 29. und 30. April 2017 gefallen – doch es reichte für immer noch sagenhafte 85 Prozent grünen Strom im Netz. „Das waren mit Sicherheit gute Tage für die Energiewende in Deutschland, doch nicht unbedingt für jeden einzelnen Betreiber von Windenergieanlagen“, sagt Henning Wegner, Geschäftsführer des Windparkmanagers energy consult in Cuxhaven und liefert die Erklärung gleich nach: Der Wind entscheide nicht allein über die Rentabilität einer Windenergieanlage! „Es kommt darauf an, zur richtigen Zeit Strom zu erzeugen, und zwar dann, wenn das Stromangebot niedrig und die Nachfrage und die Börsenpreise hoch sind.“

Doch an jenen Rekordtagen waren die Strompreise weit unten. Denn die Temperaturen waren mild, die Heizungen auf Sparflamme und die Klimaanlagen noch nicht nötig. Es war sonnig und windig, sodass Solaranlagen und Windkraft Höchstleistungen erbrachten. Hinzu kommt, dass die Stromnachfrage von Fabriken, Schulen, Ämtern und Bürotürmen überaus bescheiden war, denn der 8. Mai 2016 war ein Sonntag und die bisherige Bestmarke 2017 fiel gleichfalls auf einen Sonntag.

Windparkmanager wie Wegner müssen auch darüber entscheiden, wann der beste Zeitpunkt für Wartungs- und Reparaturarbeiten ist, denn während der Arbeiten ruhende Windenergieanlagen verdienen kein Geld. Daher war es früher selbstverständlich, als es noch keine Pflicht zur Direktvermarktung gab, sondern eine feste Einspeisevergütung, dass man solche Arbeiten nicht an windstarken Tagen durchführt. Der Terminkalendereintrag richtete sich also nach der Wetterprognose, beziehungsweise nach Schwachwindphasen.

Das hat sich geändert. Wegner orientiert sich heute an den Marktwertanalysen und dem Marktwertindex EE, den sein Unternehmen errechnet. Dazu macht man sich bei energy consult zunächst ein Bild davon, wie gut die jeweiligen Anlagen innerhalb des Strommarktes aufgestellt sind und der Strom vom Direktvermarkter veräußert wird. „Wir unterstützen deswegen mit detaillierten Marktwertanalysen Anlagenbetreiber bei der Bewertung ihrer Anlagen und errechnen einen anlagenspezifischen Marktwertindex EE“, erklärt Wegner und fügt begeistert hinzu: „Unser Marktwertindex EE ist von bestechend eindeutiger Aussagekraft: Ein Marktwertindex EE größer 1,00 bedeutet, dass der beurteilte Erzeuger in Bezug auf den Börsenpreis zu günstigen Zeitpunkten elektrische Energie erzeugt und einspeist, also zum Zeitpunkt der Einspeisung ein hoher Energiepreis am Strommarkt gehandelt wird. Je kleiner dieser Index, desto ungünstiger ist der Zeitpunkt der Erzeugung und Einspeisung elektrischer Energie.“

Wie Wegner erklärt, gebe sowohl ein Index über 1,00 wie auch unter 1,00 Anlass, die technische und kaufmännische Betriebsführung zu justieren. Bei einem Indexwert deutlich über 1,00 sei es angebracht, das vom Direktvermarkter angebotene Vermarktungsentgelt zu überprüfen und eventuell neu zu verhandeln. Bei einem Index unter 1,00 liege es nahe, den Wartungsplan zu optimieren. „Reparatur- und Wartungsarbeiten sollten nicht prinzipiell in Schwachwindphasen gelegt werden. Denn gerade in diesen lassen sich oft Höchstpreise an der Börse erzielen.“ Den richtigen Zeitpunkt für Wartungsarbeiten und Abschaltungen zu bestimmen, beruht letztlich auf einer akribischen Beobachtung der Strommarktpreise. Wann ist das Verhältnis von windabhängig produzierbarer Strommenge und Strompreis optimal?“Genau dann sollten alle verfügbaren Anlagen auch im Netz sein“, sagt Wegner.

Der energy consult Marktwertindex EE beruht auf einem ein- bis zweijährigen Vergleich der Leistungsdaten einer Windenergieanlage mit den zeitgleichen Stromspotmarktpreisen. Es ist diese langfristige Beobachtung, die ihn so aussagekräftig macht. energy consult bietet die Kalkulation des Marktwertindex EE sowie von Marktwertanalysen nicht nur den eigenen Kunden, sondern auch anderen Anlagenbetreibern an. Ein hoher Marktwertindex EE liefere übrigens auch ein stichhaltiges Argument, um bei Verkaufsverhandlungen von gebrauchten Windenergieparks einen guten Preis zu realisieren, erläutert Wegner und fügt hinzu: „Wer weiß, an welchen Tagen seine Anlagen am wertvollsten im Netz sind, der findet auch den wirtschaftlich optimalen Zeitpunkt für den operativen Betrieb!

Mehr zum Thema auf der Messe Husum Wind vom 12. bis 15. September 2017. Die energy consult Marktwertanalyse und der Marktwertindex EE sind Top-Themen am energy consult Messestand: Halle 5B04.